Borsos Miklos (1906-1990) | Zeitlose Harmonie | 120.Geburtsjubiläumsausausstellung
2026. Mai 02. - Mai 31.
Der mit dem Munkácsy- und Kossuth Preis geehrte Borsos Miklós wurde 1906 in Hermannstadt (Sibiu) geboren. Ursprünglich erlernte er den Beruf des Goldschmieds, wandte sich jedoch autodidaktisch der Bildhauerei zu. Seine künstlerische Entwicklung wurde maßgeblich durch klassische Bildung, Studienreisen nach Italien sowie eine humanistische Haltung geprägt. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen machte er mit bemerkenswerten Kleinplastiken auf sich aufmerksam und wurde später zu einer der prägenden Persönlichkeiten der modernen ungarischen Bildhauerei.
Die Figuration trug bei ihm stets eine innere Bedeutung: In seinen Werken wurde die menschliche Figur zum Symbol für Zeitlosigkeit, Ruhe und Proportion. Seine fein modellierten Frauenköpfe, Mutterschaftsdarstellungen sowie Vogel- und Sonnenmotive zeugen von einer meisterhaften poetischen Verdichtung. Neben seinen öffentlichen Arbeiten schuf er auch ein bedeutendes medaillenkünstlerisches und grafisches Œuvre, das durch dieselbe lyrische Disziplin und stille Geistigkeit mit seinen Plastiken verbunden ist.Viele seiner Werke befinden sich in der Ungarischen Nationalgalerie; im Rómer-Flóris-Museum gibt es eine Dauerausstellung von ihm, und in der Miklós-Borsos-Gedenkwohnung im Burgpalast (Buda) ist ebenfalls ein Besuch möglich.
Die zum 120. Geburtstag des Künstlers veranstaltete, mit Verkauf verknüpfte Gedenkausstellung, zusammengestellt aus verschiedenen Privatsammlungen hat das Ziel, anhand selten gezeigter Werke einen Querschnitt seines Schaffens zu präsentieren. Neben den seltensten, eigentlich in Museen gehörenden Marmorskulpturen werden mehrere bedeutende Kupferreliefs sowie außergewöhnlich seltene Tuschezeichnungen gezeigt, ebenso ein frühes, bislang noch nie ausgestelltes Gemälde aus dem Jahr 1929, das in Florenz entstand. Diese Werke machen Borsos’ sensibles Liniengefühl und gedankliche Verdichtung sichtbar. Die Gegenüberstellung von Skulpturen und Grafiken verdeutlicht jene zeitlose Harmonie, die das wichtigste Merkmal seiner Kunst darstellt.
Mit dieser Ausstellung möchte die Koller Galéria auch der engen Freundschaft zwischen dem Künstler und dem Galeriengründer Koller György (1924-1996) gedenken, der genau in diesem Jahr vor 30 Jahren verstarb und eine entscheidende Rolle bei der Präsentation sowie der nationalen und internationalen Bekanntmachung von Borsos Miklós’ Werken spielte.
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Ausgestellte Werke
Eindrücke von der Ausstellung




















